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SATIRE – Edmund Stoiber / Politik Satire 2002
(Ich bitte um Beachtung meiner Urheberrechte)

Einer meiner damaligen Arbeitskollegen unterhielt eine private Forum-Webseite in Eigenregie und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, an einem Autoren-Wettbewerb mit einem selbst verfaßten Textbeitrag teilzunehmen. Ich hatte tatsächlich eine Idee dazu und in Folge dessen entstand ein imaginärer Zeitungsartikel mit politischem Background, von mir satirisch aufbereitet und mit einem von mir verfremdeten und animierten öffentlichen DPA-Pressefoto des betreffenden Politikers ausgestattet. Die Forum-Jury war von meinem Beitrag begeistert und kürte mich doch tatsächlich zum Sieger ihres Wettbewerbs.
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MÜNCHEN - Wie von gut unterrichteten Greisen bekanntgegeben wurde, umgibt den Ministerpräsidenten aus Bayern und künftigen Kanzlerkandidaten ein mysteriöses Geheimnis. Seine bisherige konservative politische Haltung zu diversen Einwanderungsthemen und die überraschende Bekanntgabe seines neuen persönlichen Öffentlichkeitsberaters (ehemals Chefredakteur der BILD am Sonntag) lassen nach außen hin den Auftakt einer zeitaufwendigen Wahlkampagne, verbunden mit Contra-Einstellung zu allen bisherigen Bundesregierungsvorhaben vermuten. Doch woran noch niemand dachte: Stoibers Wahlkampf könnte ein Ablenkungsmanöver sein!

Ein Familienangehöriger berichtete dem V-Mann der Springer Verlagsgruppe an einem geheimgehaltenen Ort von unheimlichen Geräuschen mehrmals am Tag hinter verschlossenen Türen seiner Privatgemächer. Selbst seine Ehefrau darf zu diesen Zeitpunkten die Räume nicht betreten, verbindet dies aber laut Zitat "mit zeitweilig auftretenden Migräneanfällen und einem verständlichen Ruhe
bedürfnis seinerseits".

Ein Mitarbeiter aus der Redaktion des Münchener Merkur machte nun aufgrund eigener Recherchen eine unheimliche Entdeckung: Stoiber ist nicht nur selbst ein Ausländer, er scheint sogar von einem anderen Planeten zu kommen! Dem Mitarbeiter gelang eine spektakuläre Filmaufnahme, die eine vermeintlich unbeobachtete Metamorphose des Ministerpräsidenten zeigt und seine außerirdische Abstammung belegen soll.

Nach einer umfangreichen Sichtung des Beweismaterials durch Sachverständige des bayerischen Veterinäramtes, sowie eines Forst- und Landwirtschaftsbeauftragten wurde allerdings darauf hingewiesen, daß erst eine genaue Untersuchung im Zusammenhang mit Aussagen von Landwirten und Forstbeamten, betreffend der immer häufiger auftretenden Be
obachtungen von Wolpertingern im Großraum München, letztendlich Aufklärung bringen könnte.

Bis dahin läge allerdings der dringende Verdacht nahe, daß Stoiber als ein außerirdischer Kontaktmann an höchster politischer Stelle staatliche Entscheidungen beeinflußt, um Ressourcen für eine Einwanderung von Artgenossen eines fernen Planeten vorzubereiten. Hingegen eröffnet die katholische Kirche die Möglichkeit, einen fachmännischen Exorzismus halbjährlich als Standard für alle CSU-Abgeordneten einzuführen, natürlich verknüpft mit einer Erhöhung der Kirchensteuer. Damit kann auf alle Fälle eine diabolische Einmischung in politische Belange wirksam eingegrenzt werden.

Stoiber selbst äußerte sich bisher noch nicht zu diesen Anschuldigungen. Ein offizielles Dementi des bayerischen Staatsministeriums wird bis zum Ende der Woche erwartet.

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